Gemüse-Quiche mit Kichererbsen-Grieß-Boden

Was ich an Quiche und Gemüsekuchen so mag, ist, dass sie saisonal-regional variiert und angepasst werden können. So hat man zu jeder Jahreszeit ein paar schöne Rezepte mit den Zutaten, die gerade am besten verfügbar sind. Das sorgt für Abwechslung, schont die Umwelt und unseren Geldbeutel.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch habe schon viele Quiche-Rezepte ausprobiert und alle waren verschieden und auf ihre Art lecker. Dieses ist wirklich außergewöhnlich! Der Teig schmeckt kräftig und ergänzt sich perfekt mit der Curry-Gemüse-Füllung.
Dieses Rezept ist genau das Richtige für den Herbst! Auf dem knusprigen Boden breiten sich Kürbis, Karotte, Zucchini und Kohlrabi in einer würzigen Curry-Soße aus. Das duftet und ist viel weniger Aufwand als es aussieht.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAIn dieser Quiche stecken viele Vitamine und sie liefert uns mit wertvollen Kohlenhydraten, Eiweiß und Vitaminen alles, was unser Körper in dieser Jahreszeit braucht, um sich für den nahenden Winter zu wappnen.
Das Curry gibt der Füllung nicht nur eine tolle Farbe, sondern macht sie im Gegensatz zu den meisten Gemüsekuchen-Rezepten wirklich besonders.

Macht euch keine Sorgen, wenn ihr beim Gemüse gerade nicht alle Zutaten im Haus habt oder euch beim Einkauf etwas anderes ins Auge fällt. Das Rezept funktioniert mit nahezu jedem Gemüse gleich gut und ihr dürft wirklich kreativ werden mit den Kombinationen!
Eine meiner Lieblings-Varianten ist zum Beispiel Blumenkohl-Lauch-Möhre.
Auch Zucchini-Süßkartoffel-Kürbis oder Mangold-Weißkohl-Champignon passen gut zusammen. L1060081
Ich gebe zu, beim Kichererbsenmehl war ich zunächst etwas skeptisch. Es hat einen intensiven Geschmack und riecht beim Anrühren im Teig schon etwas speziell. Dieser Geruch sollte euch nicht irritieren, denn nach dem Backen merkt man nichts mehr davon und in Kombination mit kräftigem Gemüse und aromatischen Gewürzen harmoniert das Mehl wirklich gut. Ihr bekommt Kichererbsenmehl im Asialaden oder im Biomarkt.

Gemüse-Quiche mit Kichererbsen-Grieß-Boden (für eine 23er Springform)

Teig:
175g Kartoffel (gekocht)*
20g Maisgrieß
100g Kichererbsenmehl
30g Dinkel – oder Roggenvollkornmehl
80g Butter
1 TL Koriandersamen
½ TL Thymian
Salz, Pfeffer, Curry

∗ Wenn ihr sowieso gekochte Kartoffeln vom Vortag über habt, ist dieser Teig eine praktische Resteverwertung und sehr schnell gemacht. Wenn ihr gerade keine vorgekochten Kartoffeln habt und Zeit sparen wollt, nehmt stattdessen 50g mehr Dinkel-/Roggenmehl und gebt noch etwas kaltes Wasser in den Teig.

Füllung: (alternativ mit anderem Gemüse nach Wahl/Geschmack/Saison)
1 Zucchini
2 Möhren
1 kleiner Kohlrabi
200g Kürbis
1 Knoblauchzehe
2 Eier
200g Saure Sahne
½ TL Thymian
je 1 TL Curry und Kurkuma
Salz, Pfeffer, Chili (wenn ihr es etwas pikanter mögt)

// Kartoffel mit der Gabel zerdrücken. Die anderen Zutaten für den Teig hinzufügen und alles gut verkneten.
// Den Boden der Springform einfetten und den Teig gleichmäßig darauf verteilen, an den Seiten einen 2-3cm hohen Rand hochziehen.
// Die Zucchini waschen, die Möhren, den Kohlrabi und den Kürbis schälen, ggf. das Fruchtfleisch und die Kerne vom Kürbis entfernen. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Das Gemüse in Würfel schneiden.
// In einer Schüssel die Eier mit der sauren Sahne, Thymian und Gewürzen verquirlen. Knoblauch und Gemüse dazugeben und alles gut vermischen.
// Den Backofen auf 200° (Ober-Unterhitze) vorheizen. Die Gemüsemasse auf den Boden geben und im Backofen ca. 40 Minuten backen oder bis die Füllung fest ist (das merkt ihr, wenn sich beim Rütteln an der Form keine Flüssigkeit mehr hin- und herbewegt).

Früher hätte ich so ein Rezept nie für mich alleine gemacht, aber mittlerweile finde ich, dass Ofengerichte auch für eine Person genial sind. Diese Quiche schmeckt am nächsten Tag noch genauso köstlich und lässt sich auch problemlos einfrieren.

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